Tag 17 – Methadon und Epo

Nachdem ich gestern über einen starken Pizzaentzug gemeckert habe, habe ich abends einen Tipp, der heute Morgen in meiner Kommentarspalte stand, vorweggenommen; ich habe einen Hefeteig-Pizzaboden gemacht und da viele leckere Dinge draufgeschmissen – Zucchini, Paprika, Tomaten, Pilze, und reichlich Zwiebeln.

Ich will mich nicht beschweren, das Essen war sehr lecker und hat meinen Hunger nach Weizenmehl, Oregano und Knoblauch gestillt.
Und es ist doch nur das, was Methadon für einen Heroinjunkie ist.
Allerdings habe ich mir fest vorgenommen, diese Hefe-Cashew-Fakekäse-Sache zu probieren, die allenthalben erwähnt wird – meistens wird es allerdings in der Luft zerrissen. Vielleicht bekomme ich auch irgendwo diesen vielbeschworenen Analogkäse zu kaufen, der vor ein paar Jahren die Schlagzeilen rauf- und runtergeprügelt wurde als hinterfotziger Betrug am Kunden.

Wenn der Betrug am arglosen Kunden so gut funktioniert hat, dann muss das Zeug ja gut sein – und ja, jetzt wird wieder gesagt, dass das ja nicht natürlich sei, aber das interessiert mich genauso wie ein umgefallener Sack Reis in Quanzhou.
Natürlich ist das nicht natürlich, aber was ist das schon? Und natürlich ist nicht gleichzusetzen mit gut, wie man beispielsweise beim natürlichen Verhalten eines Krebsgeschwüres (wachsen) beobachten kann.
Was mich gestern total gefreut hat, steckt in drei Zahlen. -3, 13, 1:25, 0.

Obwohl gestern Abend schweinekalte -3 Grad Celsius auf meinem Smartphone vor Outdooraktivitäten warnten, bin ich dennoch 13 Kilometer gelaufen – zwar keine Bestzeit (ich schiebe 100% der Verantwortung den immerroten Ampeln zu) aber zumindest für 2018 meine persönliche Bestweite.

Der Clou dabei: Ich bin bisher noch immer 0 erkältet, obwohl mein Zuhause und meine beiden Arbeitsstellen die reinsten Schnupfenlazarette sind – Veganismus sei Dank?

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